Sonntag, 28. Dezember 2014

Stadt // Land // Weihnachten


Ich sitze hier. Die Kerzen am Baum brennen. Die Uhr tickt. Ich bin allein. Zum ersten mal innerhalb der letzten Tage. Es fühlt sich gut an. Besinnlich. Deshalb nutze ich diesen besonnenen Moment, um Euch über mein Weihnachten zu berichten.
Zuallererst: dieser Post wird eine Mogelpackung! Denn ich schreibe nicht wirklich aus der Stadt. Also zumindest nicht aus Berlin. Ich sitze im Wohnzimmer meiner Mutter, während ich diese Zeilen an Euch richte, denn da habe ich mit meinen Jungs die Weihnachtstage verbracht.
Rückblickend kann ich allerdings sagen, dass der Unterschied zum letzten Jahr, als wir in Berlin gefeiert haben, verschwindend klein war.


Der Baum wurde von mir geschmückt - meine Schwiegerma hat mir zuletzt noch geholfen, die Strohsterne unterzubringen (und ein paar meiner liebsten Kugeln hab ich sogar mitgebracht). Drum sieht der Baum aus, wie er aussieht, wenn ich ihn schmücke: rot, gold, Sterne... und echte Kerzen! Dreijährige Zwerge wissen nämlich schon, dass man Kerzen nicht anfassen darf, wenn sie brennen. Das Essen wurde von mir mitgekocht - ok, nur teilweise - und es war zu viel und sehr lecker.
Die Geschenke kommen vom Weihnachtsmann, wurden aber zu siebzig Prozent von mir verpackt... also alles beim Alten.

Weihnachten macht mir gemischte Gefühle. Ich bin mir manchmal nicht ganz sicher, was ich genau feiere. Dafür bin ich mir ziemlich sicher, dass der Zwerg viel zu viele Geschenke bekommt. Tolle Geschenke, keinen Plunder mit dem er nichts anzufangen weiß, aber doch so viel, dass er ab Geschenk Nummer drei nur noch von Paket zu Paket flippt und völlig aufgedreht Geschenkpapier zerfetzt.

Mir geht es an Weihnachten darum, den Menschen, die ich lieb habe, eine materialisiertes "Ich hab dich lieb" zukommen zu lassen. Es geht mir um die Vorfreude meines kleinen Jungen. Es geht mir darum, einen magischen Moment zu kreieren. Ich will, dass er an den Weihnachtsmann glauben darf.
Dass er sich wundert. Freut. Aufgeregt ist.
Ich glaube, wir haben das dieses Jahr ganz gut hinbekommen!
Das mit dem "Ich hab dich lieb" hat hoffentlich auch geklappt. Ich habe mir zumindest viel Mühe gegeben, es in meine Geschenke hineinzunähen und zu stricken und so weiter...

Ich habe wirklich schöne Momente verbracht mit meiner Familie. Ich fand es wirklich schön, Zeit mit so viel Familie auf ein Mal verbringen zu dürfen - meine Brüder, meine Mutter, die Mutter vom Liebsten, mein Vater und seine Frau und nicht zu vergessen meine großartigen Freunde, die meine noch großartigere Mutter am Heilig Abend zu späterer Stunde noch auf Plätzchen und Wein eingeladen hatte.

Das macht für mich ein tolles Weihnachten aus. Ganz viele liebe Menschen um mich herum und das
Strahlen meines Zwergs.
Dafür bin ich sehr dankbar.

Und das der Weihnachtsmann so wunderschöne Geschenke mit im Gepäck hatte, das freut mich natürlich auch!



Wo ich bin, ist mir ganz und gar gleich!
Ein leises Stimmlein sagt mir allerdings, dass ich mich auf den Tag freue, wo ich mal wieder einen 25. auf dem Sofa mit einem schnulzigen Film verdaddeln darf.
Aber das kommt sicherlich auch wieder.
 
Bis dahin krabbele ich auf dem Fußboden rum und spiele Playmobil, fische das neue Buch unter dem Schrank hervor und fege die Plätzchenkrümelei auf und genieße es in vollen Zügen Mama zu sein.

Bevor der Zwerg wieder ins Zimmer stürmt und mich in Beschlag nimmt, will ich aber rasch noch fünf Minuten mit dem Liebsten Tee trinken, drum sag ich an dieser Stelle Tschüss. Danke für`s Lesen. Danke liebe Laura für die schöne gemeinsame Blog-Zeit - es war mir ein Fest! - und bis nächstes Jahr.

Macht`s gut.
Rutscht gut.

Eure Anna

Mittwoch, 24. Dezember 2014

Frohe Weihnachten

Was ist an den Typen hier eigentlich so weihnachtlich? Die stehen da in Reih und Glied und beißen die Zähne zusammen!



































Wobei - es soll ja Familien geben, wo dieser Gesichtsausdruck zu Weihnachten angesichts der Vielzahl an mehr oder minder anstrengenden Familienmitgliedern dazu gehört.
Und ich gestehe, dass auch ich den einen oder anderen Heilig Abend über "Atmen. Lächeln." gedacht habe. (Ich erinnere mich an einen Abend an dem das Regal neben dem Esstisch meiner Mutter 10 Minuten vor dem Beginn des weihnachtlichen Abendessens in sich zusammen brach (ich habe manchmal eine ziemlich destabilisierende Wirkung auf Möbel) woraufhin mein damals etwa 10jähriger Bruder in Tränen ausbrach. Horror!)

Heute sind solche Dramen allerdings nicht zu erwarten.
Alle Geschenke verpackt. Abendessen vorbereitet. Nur liebe Menschen im Raum.
Ich freu mich wirklich sehr auf heute Abend. Der allererste Weihnachtsabend an den sich der Zwerg erinnern wird (wahrscheinlich - der letzte ist zumindest vergessen und da war er auch schon 2 1/4).
Als kleiner Bonus sind wir zum ersten mal nicht zu hause sondern bei meiner Mama und haben als
Extra noch die Mama vom Liebsten mitgebracht. Großfamilienweihnacht!

Ich wünsche Euch den allerschönsten Tag.
Tolle Geschenke.
Familienzeit.
Leckeres Essen.
Alles Liebe.

Eure Anna

Dienstag, 16. Dezember 2014

DIY - Weihnachtsbaumdecke

Nach meinem bisherigen Kenntnisstand gibt es 2 Sorten von Weihnachtsbaumständern.
Die einen sind verschnörkelt, aus Metall, alt oder alt anmutend und man kann den Baumstamm
darin wie in einen Schraubstock festschrauben, was aber ziemlich frickelig, zeitaufwändig und
Nerven-aufreibend ist. Dafür sieht der Baum incl. Ständer dann sehr hübsch aus.
Das andere Modell ist das mit dem schweren, flächigen Metallfuß in gold, silber, rot oder dunkelgrün
mit einem Hebel, der ein dickes Drahtseil spannt, wodurch drei weitere Hebel zur gleichen Zeit
gegen den Stamm drücken und ihn fixieren. Dieses Modell ist hässlich wie die Nacht und dank der
Existenz des Zwerg, den Testberichten die mein Liebster gelesen hat und den Faktor Zeitaufwand in
unserem Haushalt heimisch.
Aber gegen den abscheulichen Anblick des Biests kann man ja was tun und so wickelte ich über das
Monstrum roten Stoff - mehr oder minder zum Baumschmuck passend.
Damit ist seit letztem Jahr Schluss!
Denn ich habe was genäht, das die Hässlichkeit mit einem Handgriff verdeckt und in 20 Minuten
genäht ist.
Dieses Jahr wird zum ersten Mal mit Kind und Kegel bei meiner Mama zu hause gefeiert.
Die hat auch so ein Monster.
Der perfekte Anlass ein zweites Exemplar herzustellen und Euch dabei zugucken zu lassen.
Interessiert? Dann mal los.

Man nehme ein Stück Stoff in der Farbe Eurer Wahl - in meinem Fall also rot.
Wahlweise rechteckig oder quadratisch - in meinem Fall also quadratisch (145x145)
Eine Stoffschere
farblich zum Stoff passenden Faden
gegebenen Falls farblich passendes Schrägband

Schritt 1:
Stoffkante einsäumen.

Schritt 2:
Entscheiden, wo das Loch hin soll.
Meine Mama stellt den Baum immer auf ein Tischchen. Deshalb will ich das Loch nicht mittig in der Decke haben sondern am Rand.
Stoff falten: und zwar halbieren und dann wieder halbieren.


Und dann nochmal halbieren.



Mitte ausschneiden (so in etwa 6-8cm Durchmesser sollte das Loch haben - sicher ist sicher, nicht das der Baumstamm nicht genug Platz findet). (Huch, wo ist die Handcreme!)

Schritt 3:
Jetzt kann das Loch mit Schrägband eingefasst werden.



Fertig.

(Wer mag, kann die Decke natürlich noch mit Bommel, Spitze, Perlen etc. verzieren, aber ich bin eher der Typ für die schnörkellose Decke. Der Baum wird voll genug!)

(Da ich mich an den Weihnachtsbaumständer meiner Mutter nur noch wage erinnere, hab ich zwei Decken genäht - eine große und für darunter noch eine kleiner mit kleinerer Öffnung - wenn man die versetzt hinlegt, verschwindet das hässliche Halte-Konstrukt komplett.)
Jetzt den potthässlichen Weihnachtsbaumständer mit der Decke überdecken,


den Baum (oder wie auf meinem Beispielfoto eine Rolle Geschenkpapier) durch die Öffnung in der Decke in die Halterung stellen und den Heben umlegen.
Baum steht. Halterung unsichtbar. Weihnachten noch schöner!
Ab mit dem Tutorial zum Creadienstag und ich gehe jetzt zur Frau Lieblingsnachbarin Plätzchen backen.

Liebste weihnachtsvorfreudige Grüße
Eure Anna

Freitag, 12. Dezember 2014

12 von 12 Bilder aus der Wichtelwerkstatt

Der 12.12. beginnt im Kinderzimmer. Ich helfe, noch im Halbschlaf dabei, Säckchen Nummer 12 zu identifizieren und zu öffnen. Der Liebste bringt in der Zwischenzeit Kaffee. Toller Mann!


Weiter geht`s in der Küche. Wir sind spät dran. (Die Nacht war durch Nachtschreck stark verkürzt und der Zwerg durfte ein wenig länger schlafen.) Jetzt muss er schleunigst in die Kita gebracht werden. Deshalb mach ich Frühstück zum Mitnehmen (das er verschmäht).








Kaum sind die Männer aus dem Haus widme ich mich der Weihnachtswichtelwerkstatt:

Weil`s ja Weihnachtsgeschenke sind, haue ich Euch jetzt mal ein paar Nahaufnahmen um die Ohren.

Und das hier auch noch.


Fischi-fischi-Produktion.


































Und fertig ist der Besteckfisch-Mini-Schwarm.


































Im Anschluss noch der Waschlappen-Ele für den Zwerg und dessen Kumpels fertiggenäht.


































Außerdem noch die Mittelgroße von Schnabelina.



Und nicht, dass ihr jetzt auf falsche Gedanken kommt, das war alles schon vorbereitet und wurde nur noch fertig gestellt.
Dann hab ich mir aus den Resten vom Asiaten mit zusätzlichem Reis und Gemüse noch ein Mittagessen gezaubert - oder ist es automatisch Brunch, wenn man nicht gefrühstückt hat?
































Zum Nachtisch gab`s noch ein paar Plätzchen. Diese hier sind echt zum Dahinschmelzen.

Zu guter Letzt habe ich noch ein paar Geschenke eingepackt. Eine meiner absoluten Lieblingstätigkeiten in der Vorweihnachtszeit. Könnte ich Stunden lang machen.


































Ein ziemlich produktiver Tag geht in den Endspurt. Ich muss noch Aufräumen, Packen (morgen geht`s nach Hamburg), das Kind bespaßen und dann ganz viel schlafen, denn die letzte Nacht steckt mir noch ganz schön in den Knochen.

Das waren meine letzten 12 von 12 im Jahr 2014. Ich kann`s kaum fassen, weil schnell so ein Jahr vergeht. Noch ein letzter dankbarer Gruß an Caro.

Und an Euch.
Alles Liebe
Anna


Dienstag, 9. Dezember 2014

Bestickte Postkarte l Weihnachtliches DIY

Ich habe einen winzigen Postkarten-Tick. Ich hab ihn inzwischen halbwegs im Griff. Die Box mit den Postkarten ist randvoll, aber zumindest benötige ich bislang keine zweite.
Neulich habe ich einen Stapel identischer Karten aus der Kiste rausgekramt. (Identische Karten hab
ich seltenst und meist sind es dann Werbe-Karten aus einem dieser Aufsteller.)
Außerdem hab ich mir eine Nadel geschnappt und Stickgarn und losgelegt.
Anschließend hab ich mir eine Schablone gebastelt, die erste Karte in den Müll geschmissen und dann nochmal begonnen. (Ich lern das auch noch irgendwann! Ganz sicher. Hüstel)
Herausgekommen ist das hier:


























Für die bestickte Karte braucht man lediglich etwas Geduld, eine Schablone (am besten auf Folie übertragen - dann fällt das Positionieren leichter), Stickgarn und Sticknadel und eine Karte Eurer Wahl.
Die Schablone auf der Karte positionieren, die Löcher übertragen (am besten mit einer dünneren Nadel stechen) und dann eifrig mit Kreuzstich den Baum sticken.
































Weil es bei mir eine Werbe-Karte ist, werde ich sie wohl noch auf einen Karton aufkleben. Das ist in meinem Fall eh besser. Kreuzstich und Sticken allgemein war ganz schön lange her und die Rückseite sieht irgendwie ganz schön unordentlich aus.

Ich hatte auch kurz überlegt, nur die Umrisse eines Baums zu sticken, aber dann wollte ich doch den guten alten Kreuzstich ausprobieren. Den Umriss heb ich mir dann für gelbe Sterne auf - das geht
auch schneller... immerhin haben wir heute schon den 9.! Und noch keine einzige Karte geschrieben!

Hier noch meine Schablone:

Und die Karten wandern zum Creadienstag, wegen Aufwertung von Werbekarten auch zum Upcycling Dienstag und zum kreativen Päusken und ich geh jetzt Stoff kaufen. Das eine oder andere Weihnachtsgeschenk will noch genäht werden!

Alles Liebe
Eure Anna

Sonntag, 7. Dezember 2014

#freeze please l November

Ich bin dieses Jahr erstaunlich erfolgreich im Weihnachts-Stimmung haben. Und erstaunlich gut im keinen Weihnachtsstress aufkommen lassen. Alle Weihnachtsgeschenke genäht? Nö! Wie geplant bereits im August damit angefangen sie zu nähen? Sowas von nö!
Und zu allem Überfuss fahr ich auch noch ein paar Tage weg die Kita schließt 5 Tage vor Weihnachten... aber egal! Für mich funktioniert`s! Momentan noch.
Fühlte sich fast ein wenig komisch an in den Novemberfotos zu stöbern.
Voll unfair. Der November war nämlich echt gut zu mir.


Mein Einfrierbild ist dieses hier. Ohne den Fall der Mauer würde ich nicht wohnen wo ich wohne, hätte nicht die Nachbarin, mit der ich mich zum Plätzchen backen verabrede und alles wäre ganz anders. (Lieber Weihnachtsmann, ich wünsche mir ein Mini-Stativ!)

Aber das Foto von der Lichtermauer ist es nur geworden, weil ich weiß, dass in dem Moment, in dem ich es machte, meine beiden Männer knapp hinter mir standen. Und ich bin sehr froh, dass nach dem turbulenten November der Dezember steht, der viel mehr Familien-Zeit mit sich bringt.

Einen traumhaften Advents-Sonntag Euch!
Danke Nic für`s Sammeln.

Eure Anna

Freitag, 5. Dezember 2014

Nikolausstiefel l Mini-DIY

Kurz vor knapp ist mir noch eingefallen, dass es eigentlich eine ganz schöne Tradition war, den ErzieherInnen aus der Kita was zu Nikolaus zu wichteln.
Und da der Zwerg ins bastelfähige Alter kommt (und das voll cooler Weise auch noch ganz gern mag), hab ich mir was ausgedacht, wobei er mitmachen kann (ein wenig).


Nikolausstiefel aus Papier. Ganz ohne Schnickschnack.
Und das geht so:


Ausdrucken.
Anmalen (evtl. den oberen Teil vorsichtig mit Washi-Tape abkleben).
Auf ein weißes Blatt Papier legen.
Entlang der Linie nähen - dabei eine Öffnung lassen, die das Befüllen gestattet.
Süßigkeiten und Nüsse reinpacken.
Öffnung zunähen.
Fertig.

Hier noch mein Stiefel - oder ihr malt Euch einen eigenen, kunstvollen...
Meine werd ich noch rasch beschriften und dann ab in die Kita damit.
Ist schließlich Freutag!

Liebe Grüße
Eure Anna

Dienstag, 2. Dezember 2014

Ich finde ihn so schön!

Ich muss Euch einfach noch ein paar Fotos zeigen.
Deshalb hab ich gestern morgen, bevor ich Haus Nummer 1 geplündert habe, noch rasch ein paar Fotos gemacht.

23 Häuser und eine Kirche. Aus Papiertüten. Mit Edding bemalt. Mit goldenen Sternchen und schwarzen Zahlen beklebt. Eine kleine Stadt in weiß, schwarz und gold.
Die Häuser waren in einer Stunde bemalt. Befüllen und Bekleben hat dann noch mal knappe 30 Minuten gekostet.

Damit belegt dieser Kalender Platz Nummer 1 auf der Liste der am schnellsten gebastelten Adventskalender aus meiner Hand. Was aber auch nicht schwer ist. Letztes Jahr habe ich von 24 Bierflaschen die Etiketten abgelöst, die Flaschen neu etikettiert, die Originaletiketten liebevoll getrocknet und am 24. ausgehändigt. Vor ein paar Jahren hab ich mal 24 Teebeutel neu befüllt und mit eigens angefertigten Papier-Schniepeln versehen... Im direkten Vergleich mit solchen Projekten ist nahezu jedes Adventskalender-Projekt ein Blitzprojekt. Schon klar.

Aber nicht in jedes Blitzprojekt bin ich verknallt. In das hier aber schon.
Drum schick ich es jetzt rasch noch zum Creadienstag.

Macht`s Euch schön!
Ales Liebe
Eure Anna

Sonntag, 30. November 2014

Advent l Kalender l und wieder Chaos

Die Woche war -  ein wenig naja sagen wir mal - wirr.
ABER am Ende des Chaos steht ein fertig befüllter Adventskalender für den Zwerg - und so wie ich
das sehe, hab ich es ein wenig übertrieben mit dem Befüllen. Das kommt davon, wenn man sein
Kind nicht mit täglicher Schokolade mästen will... Drum musste der Adventskalender vom letzten
Jahr auch um ein paar größere Säckchen erweitert werden. (Fotogenes Licht gibt es im Winter in
Berlin in Kombination mit einem Gerüst vor dem Fenster leider nur draußen.)


Außerdem habe ich einen zweiten Adventskalender gebastelt - ok, einen halben - naja, gebastelt
einen ganzen aber die Hälfte wird vom Liebsten zwangsbefüllt.



Die Ursprungsidee, die Tüten in Form eines Weihnachtsbaums an die Wand zu pinnen musste ich
kurzfristig aufgeben. Mir wurde plötzlich klar, wie unglücklich ich den Liebsten mit den vielen kleinen
Nägeln in der Wand machen würde...
Eine Stunde echt miese Laune und Stress, dann die rettende Idee. Außer den schwarzen Zahlen war
alles vorrätig. Das ganze ist wirklich schnell und einfach umzusetzen. Das kann man kaum basteln
nennen!



Statt eines Adventskranzes gibt es dieses Jahr vier Kerzen vom Möbelschweden, einen roten Stern
auf einem der Gläser und ein paar rote Beeren. Das muss reichen! Schon allein deshalb weil wir fast
immer in der Küche sitzen, auf dem Küchentisch aber echt kein Platz für einen ausladenden Kranz
ist. Und wenn er, wie letztes Jahr, im Wohnzimmer steht, dann wird er - ignoriert!

Die Fenster wurden trotz Baustelle über unserem Kopf geputzt (heroischer Optimismus und um der
Wahrheit die Ehre zu geben auch nur 3 von 7 - was mich im Nachhinein irre ärgert, weil es jetzt friert) und mit den obligatorischen Sternen dekoriert.
Und für Montag bin ich mit der Lieblingsnachbarin zum Plätzchenbacken verabredet.

Das lässt sich doch schon mal ganz gut an!
Ich wünsche Euch allen eine schöne, unstressige und Glühwein-lastige Adventszeit
Eure Anna

Sonntag, 23. November 2014

Stadt // Land // Essen

November! Das ging schnell. Herbst? Winter! Und Laura und ich sind jetzt weniger unterwegs.
Mehr zuhause. Machen es uns gemütlich. Essenseinladungs-Saison!


Das ist eine Aubergine.


Wenn Du zu mir sagst: "Ich hab hier `ne Aubergine. Was willst Du damit kochen?", dann hätte ich darauf folgende Antwort:
Ich könnte sie halbieren und rautenförmig einritzen, anschließend mit einer Gewürz-Öl-Mischung bestreichen, 40 Minuten backen und dann mit Bulgur-Salat und Jogurt toppen.



















Oder ich halbiere sie, höhle sie aus, koche eine Auberginen-Tomaten-Hackfleisch-Sauce, die ich in die ausgehöhlten Auberginenhälften fülle. Anschließend werden die gefüllten Auberginenhälften gebacken und 10 Minuten bevor sie fertig sind noch mit Feta bestreut.


Ich könnte sie aber auch in Scheiben schneiden und geölt und gewürzt backen oder braten und mit Tomatensauce und Mozzarella geschichtet zu einer Melanzane verarbeiten.


Alternativ könnten sie gegrillt, gemeinsam mit Knoblauch, Parmesan und Zuccini auf einer Pizza thronen.


Oder in einem Curry gemeinsam mit Pilzen und viel Thai-Basilikum in Cocosmilch baden.
Oder doch frittiert in einem Falafel-Makali-Sandwich?...

Bevor ich nach Berlin gezogen bin - und da hab ich auch schon viel gekocht - hätte ich wahrscheinlich ein wenig ratlos mit den Schultern gezuckt.

Das liegt nicht daran, dass ich erst hier angefangen habe freiwillig Auberginen zu essen oder seit ich hier wohne Kochbücher auswendig lerne, sondern viel mehr an der Fülle der kulinarischen Angeboten, die diese Stadt auch für den schmalen Geldbeutel bereit hält.

Ich habe in den fünf Jahren, in denen ich hier leben so viel (mittelmäßiges aber auch) großartiges vietnamesisches, japanisches, arabisches, libanesisches, ... Essen ausprobierten dürfen.
Ich fühle mich so bereichert durch diese vielen kulinarischen Eindrücke und Inspirationen.
Wenn ich jetzt eine Aubergine in den Händen halte, denke ich: "Israelisch oder lieber Thai? oder doch besser italienisch?

Und manchmal wenn ich den Zwerg frage was er gern essen möchte, antwortet er, obwohl er sich aktuell nahezu ausschließlich von Wiener Würstchen, Schokolade und Maja-Jogurt ernäheren würde, wenn man ihn nur ließe, spontan: Sushi.
Und er weiß, dass er Reis mit Sauce mag - und es ist ihm egal, ob es vietnamesische oder indische Sauce ist. Ich finde das toll. Seine Welt ist seit Tag 1 bunt. Es gibt Menschen unterschiedlichster Couleur und die kochen und essen die unterschiedlichsten Sachen.
Er wächst damit auf. Das ist seine Normalität. Und das macht mich froh. Und es ist ein riesiges Pro, dass mithilft unser Leben in Berlin ohne kindgerechten Riesengarten (dickes fettes Kontra) im Gleichgewicht zu halten.

Und bei Dir so, Laura?

Liebe Grüße
Anna

Dienstag, 18. November 2014

self-made superheroes

Ratadada-ratatatatadada-ratatataaa-ratatataaaaaa-ratatataaaaaaaaaaaa! tepetua & 900seconds production proudly present our fantastic and (prospectively) famous child actors.




















Im Nachhinein fühle ich mich regelrecht geehrt, dass ich diese Rasselbande einkleiden durfte. 
Ich habe selten so taffe, kluge, lebhafte und witzige Kids gesehen. Und jeder von ihnen hatte eine 
ganz offensichtliche Superkraft: Kälteresistenz!
Während meine Kollegen und ich am Set so schön langsam zu Eiszapfen mutierten, bekamen wir 
egal wen wir wann fragten, ob es zu kalt sei, die lässige Antwort: "Ne, alles in Ordnung."

Echt hart im nehmen die Jugend von heute! Denn so sehr ich im Vorfeld recherchiert habe, ich habe kaum ein wärmendes Accessoire an einem Superhelden entdecken können.




















Abgesehen davon, dass ich auch eines Tages mal so cool sein möchte, wie unsere Kids, bin ich immer noch schwer neidisch auf den vielen Glitter, den unsere Maskenbildnerin unseren kleinen Helden ins Gesicht gepackt hat. (Hab heute heimlich ein wenig Glitzerlidschatten aufgetragen - aber psssssssst - nicht verraten) Ja, schon klar - wird wahrscheinlich nix mit mir uns cool! Naja - wat soll`s!




















Als Teil des Produktionsteams bin ich happy, dass wir so wunderschöne Bilder im Kasten haben und 
alles so gut geklappt hat. Als Kostümbildnerin (schon verrückt, was man mir so alles zutraut - ich bin 
schließlich nur Autodidakt!) bin ich primär heilfroh, dass ich die Jungs dazu überreden konnte, sich 
in Leggins und Kapes verpacken zu lassen und die lediglich aufgebügelten Applikationen da geblieben sind, wo ich sie haben wollte.

Jetzt treff ich mich mit Laura (der Wonderwoman-Test-Trägerin von letzter Woche) und wir machen 
uns an den Schnitt.
Vorher verräume ich noch schnell den Rest der zehn Meter Satin in einer Box. Denn so schön das 
auch war - von dem Material hab ich erstmal genug gesehen. Zu lange auf Satin starren macht malle 
in der Birne! Wirklich war. Und ehrlich gesagt, verarbeitet sich so ziemlich alles, was ich bislang in 
den Händen hatte, netter als Satin. (Das musste einfach mal gesagt werden!)

Euch alles Liebe und
einen fabelhaften Creadienstag!

Eure Anna

Freitag, 14. November 2014

Heldenhafte Tage

liegen hinter mir. Heute gehe ich in den Endspurt. Ein paar winzige Korrekturen, ein letztes (zusätzliches) Kape und eine Maske (aus Satin - mal sehen, wie ich das mache?!)


Sieben Tage liegen zwischen Idee und Fertigstellung. Sieben Tage mit Einkaufen, Umdisponieren, Umbesetzung, Umdisponieren, doch online bestellen und hoffen, dass alles Kostümteile bis heute ankommen (bitte lieber DHL-Mann - das pinke Tütü!). Und viel, viel Satin!
Ich freu mich sehr über sieben und ein halbes Helden-Outfit aus meiner Hand.
Und auf morgen, wenn ich mit ihnen an unser Filmset fahre und unseren Kinderdarstellern (die sind zum Teil größer als ich! - krass) dabei helfe, sie anzuziehen.

Zuletzt ein Dank an meine reizende Kollegin Laura, mit der ich die Lorbeeren für den Shopping- und Planungswahnsinn teile und die mein "Wonderwoman"-Kostüm für diese Fotos rasch mal runprobiert hat. Und mit rasch meine ich, dass wir uns 4,5 Minuten getroffen haben, bevor wir beide weiterhetzten, sie in Richtung Arbeit, ich in Richtung Kita.

Euch einen großartigen Freutag.
Ich mach mich jetzt mal an mein letztes Kape.

Liebe Grüße
Anna

Donnerstag, 13. November 2014

12 von 12 im November

Ich bin ausgeschlafen. Vor allem im Vergleich zum letzten 12.. In meiner Käfertasse: Instant-Kaffee. Unsere Kaffeemaschine ist kaputt. Der Computer funktioniert und ich schreibe rasch zwei Mails.


Auf dem Weg zum Badezimmer biege ich schnell ins Kinderzimmer ab. Da wurde offensichtlich heftig gespielt, während ich am Vorabend noch gearbeitet habe.


Der Liebste siecht. Deshalb bringe ich ausnahmsweise den Zwerg zur Kita. Rasch noch ein Foto von
den Grafities machen, ehe sie wegrenoviert werden.


Spätestens nach diesem Bild bin ich im Farbrausch. Auf dem Heimweg entdecke ich zwischen all den
kahlen Bäumen und dem berliner Novembergrau noch ein paar rote Blätter.


Und ich mache durch die Garagenauffahrt ein Foto vom vergnügt spielenden Zwerg (rote Mütze).


Wow, eine Blume. Im November. Von denen hatte ich mich fü dieses Jahr innerlich schon verabschiedet.


Und eins der winzigen Blätter, die ich schon auf dem Hinweg zur Kita gesehen hatte. Rasch noch welche aufsammeln und jetzt aber wirklich nach hause. Es gibt viel zu tun!


Oh, der Kaffeemachinen-Reperatur-Laden (gibt es dafür ein besseres Wort? Falls ja, kenn ich es nicht) hat eine neue Wimpelkette. Sieht schön aus zu grau. (Ich muss die Kaffeemaschine endlich da hin bringen!)


Zuhause angekommen versinke ich im Farbrausch und verwandele meinen Arbeitsplatz binnen kürzester Zeit in totales Chaos. Merke: nächstes mal so viel Stoff besorgen, dass man wirklich genug hat, um ein Teststück zu nähen!!!


Wenn man lang genug auf knallbunten Satin starrt, wird man malle in der Birne.

So, noch ein paar Motive auf Vliesofix aufmalen. Anschließend ausschneiden und dann ...


... sieht das z.B. so aus. (= Superheldengürtel für selbsterdachten Superhelden für Imagefilm...
deshalb der viele Satin)


Nach einem Tag im Farbrausch geht es dann, als es schon ziemlich dunkel ist, noch mal Arbeiten. Weshalb mein 12 von 12 mal wieder erst am 13. veröffentlicht wird.

Danke liebe Caro für`s Sammeln.
Euch Danke für`s Vorbeischauen und
Alles Liebe

Eure Anna