Samstag, 12. Dezember 2015

12 von 12 l im Dezember 15

Manche Tage sollten undokumentiert vorüber gehen. Heute wäre so ein Tag gewesen, aber wie das Schicksal so will, ist der 12.. Und ich habe, seit ich mit dem Bloggen begonnen habe, noch nie ein 12 von 12 verpasst. Deshalb habe ich heute morgen um 20 vor 8 auch tapfer meinen Knipsi in die Hand genommen und versucht, den heutigen Tag zu bebildern.


Wie gesagt: 20 vor 8 - und zu früh für mich - zumindest heute. Warum? 
Nun ja, erkältet sein ist mies. Richtig mies wird es allerdings erst, wenn man schwanger ist und all die guten, wirksamen Sachen nicht nehmen darf - könnte ja dem Baby schaden. Nun sind mein erkälteter Zustand und ich ja schon seit 9 Wochen Kumpels und ich hab mich ein wenig an ihn gewöhnt. Bis gestern. Als die Bronchitis dazu kam. Dank dieser neuen Wendung habe ich leider kaum geschlafen. Erkältet sein + schwanger sein + müde sein ist ober-mies. So richtig madig wird es aber erst, wenn man dem Mix noch einen 4-jährigen Trotz-Zwerg zufügt, dessen Vater übers Wochenende durch Abwesenheit glänzt und das Ganze in den Dezember verlegt, wo jeder, wirklich jeder, den ich so gut kenne, dass ich den trotzenden Zwerg an ihn für ein paar Stunden abgeben könnte, verreist oder verabredet ist. Subtrahiert man dann noch meine Stimme, die dank zahlreicher nächtlicher Husten-Attacken leider abhanden gekommen ist, dann hat man meinen Tag. Und deshalb ist 20 vor 8 zu früh. Später wäre auch zu früh gewesen. Egal...

Erst mal Kaffee - aus der neuen Tasse - über die ich mich selbst heute freuen kann.

Dann braucht das Kind Hilfe beim identifizieren der 12. Mach ich doch gern.

Als nächstes will das Kind spielen. Ich - äh - also - nicht! Also schlage ich vor, dass wir sein Playmobil-Piraten-Schiff wieder zusammensetzen, dass er neulich in Folge eines Wutanfalls zerlegt hat. Als ich das vorschlug, wusste ich aber noch nichts von dem Gordischen Knoten, den er fabriziert hat.

Etwa 30 Minuten später habe ich es tatsächlich geschafft. Könnte jetzt auch schon wieder ins Bett gehen. Statt dessen unternehme ich den Versuch mit dem Kindsvater zu telefonieren. Schwierig ohne Stimme - nun ja - egal.

Frühstück! Für`s Kind Toast, für mich Vitamine.

Da das Kind ebenfalls kränkelt, darf es Inhalieren und Video gucken - heute extra lang!

Erstaunlich. Mittag - und ich lebe noch. Es gibt Pasta. Für den Zwerg mit Bolo aus dem Glas, die ich in einem Anflug von Weisheit gestern noch gekauft habe, für mich zusätzlich mit dem Spinat-Rest vom Abendessen am 11.. Soweit ich das heute beurteilen kann, schmeckt das Ganze sogar ganz passabel.
Nach dem Essen kommt der Mittagsschlaf. Der wird normalerweise vom Kind bekämpft wie - Spinat?! Heute lenkt er netter Weise sehr schnell ein. Das es mir wirklich nicht gut geht, scheint nicht zu übersehen zu sein. Fotos gibt es aber nicht - ich musste schließlich auch schlafen.
Nach dem Schlafen kommt das "Spielen" - oder so was in der Art.

Ich sieche im Bett vor mich hin und suche Lego-Teilchen für den Auto-Transporter. Parallel höre ich ein wenig Serie. Das Kind ist wirklich lieb zu mir und macht den Mist mit.

Gegen 5 kommt meine Stimme wenigstens teilweise zurück. Die beste Nachbarin kommt doch noch für ein Stündchen zum Spielen vorbei. Den Mann habe ich vor dem Mittagsschlaf heim-bestellt - der kommt dann so gegen 8. Ich sitze im Bett und tippe diese Zeilen.
Kurz die Bilder durchgesehen - nur 9 von 12 - aber hey, das sind 8 mehr, als ich mir heute morgen um 20 vor 8 zugetraut hätte. Deshalb gebe ich mich damit auch einfach mal zufrieden. Der Rest des Tages wird sicher nichts all zu Aufregendes mit sich bringen.

In diesem Sinne - gute Nacht - an alle Erkälteten: gute Besserung - an Caro: Danke für`s Sammeln. Mein besonderer Dank gilt dem Trotz-Zwerg, der sich heute wirklich von seiner besten Seite gezeigt hat und diesen ober-langweiligen Tag mit mir durchgestanden hat, ohne ihn signifikant zu verschlimmern. Sorry, dass ich hier so rumgequengelt habe - aber der Tag war echt zum Angewöhnen.

Bis bald
und alles Liebe

Anna

Freitag, 4. Dezember 2015

An einem Freutag im Dezember

wollte ich Euch heute mal DANKE sagen. 
DANKE dafür, dass ihr hier vorbeischaut, so wahnsinnig nette Kommentare hinterlasst, mir so oft ein Lächeln ins Gesicht zaubert, mit dem war ihr schreibt oder selbst auf Instagram postet.
Ich bin immer wieder so dankbar, dass die Blogger unter Euch so unendlich viele Ideen haben und auch noch Lust darauf sie zu teilen. Ich bin so oft inspiriert von Euch und ich freue mich wirklich oft darüber, wie viel Zeit, Energie und Liebe ihr alle investiert.

 
All das ist für mich Ansporn und Motivation hier weiter zu machen, mir Gedanken zu machen, Ideen umzusetzen - weil ich unglaublich gerne etwas zurückgeben möchte.
Den Anfang mache ich heute mal mit meinem Beitrag zu Franzys Adventskalender - ich habe eine Kindheits-Erinnerung für Euch gebacken. 

Die Plätzchen von Moni passen zu meiner heutigen Tagesstimmung ausgesprochen gut. Sie waren ein Teil der enormen Plätzchen-Lieferung, die im Dezember 1993 über unseren Haushalt hereinbrach (und irgendwie zu alljährlichen Lieferungen wurden). In diesem Jahr hatten sich meine Eltern getrennt und die FreundInnen meiner Mutter hatten das dringende Bedürfnis, etwas beizutragen, um uns allen ein schönes Weihnachten zu verschaffen. Deshalb sind diese Schoko-Nuss-Dinger für mich etwas ganz Besonderes - lecker sind sie außerdem!

Ich wünsche Euch einen wunderschönen Freutag.
Sollte dieser Blog-Post etwas gefühlig oder kitschig geworden sein, seht es mir bitte nach - ich bin bis zum Scheitel voll mit Schwangerschafts-Hormonen und sehr emotional in letzter Zeit.

Alles Liebe
Eure Anna

Dienstag, 1. Dezember 2015

tepetua zu Besuch

Ihr Lieben - heute ist es so weit. Der erste Dezember. Adventskalender wohin man sieht. Und auch online haben sich zahlreiche fleißige BloggerInnen viel Mühe gegeben, sich mächtig ins Zeug gelegt und für Euch zauberhafte Adventskalender vorbereitet. 
Eine von ihnen ist Franzy, die auf Ihrem Blog Der Schlüssel zum Glück heute das erste von 24 Türchen öffnet. Warum ich diesen einen Kalender so hervor hebe? Weil die liebe Franzy mich gebeten hat, ein Türchen in Ihrem Kalender zu füllen, was ich mehr als gerne gemacht habe!


Liebe Franzy, herzlichen Dank für die Einladung. Ich freue mich dabei zu sein!
Ich geh jetzt mal luschern, was es bei Dir heute zu entdecken gibt.

Euch noch einen schönen Tag!
Und einen wunderschönen und möglichst entspannten Advent.

Alles Liebe
Eure Anna





Dienstag, 24. November 2015

Adventskalender und sowas wie ein Kranz

Auch dieses Jahr habe ich für den Zwergen-Adventskalender wieder die bunten Stoffsäckchen hervorgeholt. Das mit dem Füllen war in diesem Jahr besonders leicht. Ich hatte schon vor geraumer Zeit den Inhalt eines Playmobil-Adventskalenders ersteigert. Den hab ich noch mit 2-3 Viechern aufgestockt von wegen Mutti-Vatti-2(!)Kinder und ab und an noch ein kleines Tütchen Gummibärchen oder eine Mini-Schokolade dazu gemischt. Wie jedes Jahr ist das eigentliche Problem die Montage. Denn die Säckchen müssen ja irgendwo hin. Am besten an eine Wand. Am allerbesten im Kinderzimmer. Und ich hatte wirklich nullkommanullnullnull Bock darauf Haken in die Wand zu schrauben, ein Seil daran zu befestigen und dann im Januar diese Dinger wieder rauszudrehen und die Löcher wieder zu zumachen... 
Ich hab oft gedacht: "Ich hätte so gern eine Leiter! Die könnte ich dann an die Wand lehnen und die Säckchen dranbinden." Hab ich aber nicht.
Dann kam die rettende Idee um die Ecke. Ich habe nämlich ein ungenutzes Kinderbett.



Und siehe da. Das Kopfteil ist groß genug für alle Säckchen. Die Dübel-Löcher habe ich elegant mit Sternchen überklebt. Das Bett ist doch zu was zu gebrauchen. In einer theoretischen Welt sogar zum Schlafen. Praktisch schläft der Zwerg im Familienbett und das Bett haben wir wieder abgebaut. Nahm nur Platz weg. Aber wer weiß? Eines Tages - so in 5 bis zehn Jahren habe ich vielleicht wieder Platz in meinem Bett.
 

Die restliche Wohnung habe ich auch ein wenig geschmückt. Im Gegensatz zum Kinderzimmer gibt es dort eher gedeckte Farben. Im Wohnzimmer stehen 24 Papp-Tütchen - der Adventskalender, den der Liebste und ich uns teilen.

Ich hab`s mir dieses Jahr besonders leicht gemacht und gekaufte Papp-Tütchen mit ein paar Bändern und Zahlen-Bildern, die ich auf Pinterest entdeckt habe, gepimt. Da immer irgendwas größen-technisch aus der Reihe tanzt, bin ich richtig happy mit den Papptütchen, da ganz normales Paket-Papier ganz wunderbar dazu passt. So ist alles hübsch einheitlich.



Das mit dem Adventskranz ist immer so eine Sache. Wir essen fast immer in der Küche. Unser Wohnzimmer nutzen wir eigentlich nur, wenn wir Besuch haben oder an hohen Feiertagen. Wenn ich einen Adventskranz im Wohnzimmer aufstelle, kann ich ihn mir also auch sparen. Auf unserem Küchentisch ist allerdings viel zu wenig Platz für einen richtigen Adventskranz. Besonders, da unser Küchenumbau immer noch nicht abgeschlossen ist (ich könnte die Wände hochgehen - aber ich tu`s nicht - ich bleibe gaaaanz ruhig und erzähl Euch das ein andermal).


Deshalb gibt es dieses Jahr die Mini-Ausgabe eines Adventskranzes. Inspiriert dazu wurde ich hiervon (click und click). Die Kerzenhalterungen hab ich aus lufttrocknender Knete gebaut - rein in die Schale - Moos drüber - Kerzen rein und ein wenig Deko - fertig.

Jetzt fehlen noch ein paar Stern für die (frisch geputzen - Hurra) Fenster und Schnee - viel viel Schnee - ein paar Plätzchen oder Lebkuchen, eine Kanne Tee, eine Tasse Glühwein Kinderpunsch und der Dezember kann kommen.

Euch wünsche ich einen großartigen CreadiensTAG und ganz viel Vorweihnachtsfreude.

Alles Liebe
Eure Anna


Freitag, 13. November 2015

12 von 12 l im November

Der Wecker klingelt. Ich mache die Augen auf. Mein Blick fällt auf einen braunen Kinderwagen. Soweit die Übereinstimmungen zum letzten 12. Nun zu den Unterschieden. Ich liege auf einer Auszieh-Couch. Und kein kleiner Körper kuschelt sich an meinen. Kein verschlafenes Stimmchen sagt "Mama". 
Das liegt daran, dass ich gerade in München aufgewacht bin - und mein Zwerglein liegt in meinem Bett in Berlin und schmust mit Papa. Ich hab nen Kloss im Hals. Schnell aufstehen und den doofen Kloss mit Kaffee runterspülen!


Dem Kaffee folgt der übliche Kram. Unbebildert. Dann raus und zur U-Bahn.

Aussteigen.

Man ist der Himmel hier blau!


Mich ein weinig über die Street-Art freuen.


Dann schnell weiter und eine Freundin mit Baby treffen und erst mal Kaffee/Tee trinken gehen. Im Bald Neu fühl ich mich gleich wohl. Zum einen weil laut lebensgroßem Pappaufsteller George Clooney erst rein darf, wenn er guten Kaffee trinken will, zum anderen, weil es ein wenig aussieht wie jedes 2. Cafe in Berlin ;-)


Der Tee war gut. So gut, dass ich die leere Tasse fotografieren muss...


Das laktose-freie Speiseangebot hält sich leider stark in Grenzen. Wir gehen Mittagessen. Ich spreche von einem Burger. Die Freundin bestellt ihn. Ich lache mich schlapp, denn er ist riesig! 15 cm hoch. Unmöglich einhändig mit Baby auf dem Arm essbar. Und mit der Menge Fritten daneben überhaupt nicht zu schaffen.


Ich übernehme das Kind. Rührei geht auch einhändig. Die Pommes zum Ei machen sich gut!!!


Wieder ein wenig spazieren. Dann muss der Große von der Kita abgeholt werden. Die kleine Maus und ich bleiben zu hause. Sie wird hungrig, ich trage und wippe. Mama kommt und alle sind erleichtert. Ich so sehr, dass ich für 15 Minuten im Sitzen einschlafe (Immerhin hab ich nicht gesabbert). Ich brauch nen Kaffee!!!


Dann bauen wir mit dem Großen noch Lego, ich vermisse meinen Zwerg wie bekloppt. Hab aber nur ganz wenig Zeit dafür, denn es ist kurz vor sieben und ich bin schon wieder zum Essen verabredet.

Herzliche Begrüßung


Dann Sushi und Quatschen -


wir haben uns lang nicht gesehen - die Zeit verfliegt - der Tag ist vorbei - ich gehe ins Bett. Gute Nacht.
Danke für`s Lesen. Grüße an Caro. Danke 12. November! Du warst toll.

Alles Liebe
Eure Anna

Mittwoch, 11. November 2015

One Lovely Blog Award

Ich mach so was nicht. Eigentlich. Ich wurde bereits von ganz lieben Blogger-KollegInnen nominiert. Und ich hab davon Bauchweh bekommen und stilloser Weise gar nicht darauf reagiert. (Manchmal bin ich echt ein Vollpfosten!). Ich find Kettenbriefe oll. Ich mach so was nicht. Eigentlich.
Un-eigentlich kann ich aber nicht nicht mitmachen, wenn die Nominierung von Franzy kommt. Nicht nur, dass ich ihren Blog Der Schlüssel zum Glück so gern mag. Obendrein ist sie auch noch bekennende Fränkin. Und das bin ich auch. Fränkin. Und bekennend. Nur bislang nicht hier.
Also: hallo Leute, ich bin Anna, ich bin in Oberfranken aufgewachsen und ich finde dieses Fleckchen Erde ganz wunderbar, seine Bewohner uhrig und ich nenne es Heimat. Und NEIN - Oberfranken ist nicht gleich Bayern!!!

Da ich von Franzy nominiert wurde, hab ich mir natürlich erst mal gründlich ihren Text angesehen. Bei Fakt Nummer 1 bin ich aber gleich aus den Latschen gekippt. - Keinen Kaffee? Echt jetzt. Ok, ich kenne mehrere Personen, die keinen Kaffee trinken, bin mir aber final noch nicht sicher, ob die und ich der selben Spezies angehören, denn...


... ich trinke Kaffee. In der Regel 6-8 Tassen pro Tag. Und zu jeder Uhrzeit. Ich liebe Kaffee. Ich erinnere mich an einen Abend, an dem ich mich, als ich vor dem Einschlafen das Licht ausgemacht habe wie Bolle darauf gefreut habe, am nächsten Morgen meine erste Tasse Kaffee zu trinken - ein Becher mit einem Fassungsvermögen von etwa 0,4L.


Obwohl ich ausgebildete Schauspielerin bin und mich durchaus auch dafür interessiere, was die lieben Kollegen so treiben, gehe ich fast nie in Theater oder in Kino. Das mit dem Theater finde ich schade, das mit dem Kino ist mir echt egal. Ich bin das absolute Gegenteil eines Cineasten. Doofer Weise wird Schauspielern automatisch Filmwissen unterstellt. Aber ich könnte mir 1000 Filme ansehen und würde ahnungslos aus dem Kino rauskommen, da mein Namensgedächtnis dermaßen unterentwickelt ist, dass ich mir kaum die Namen der Hauptdarsteller merken kann. Da sieht man bei Gesprächen über den Film immer ganz schnell ganz schön blass aus.


Wenn ich ganz schrecklich gestresst bin und müde und genervt und eigentlich das Kind betüddeln und Abendessen machen sollte - oder zumindest Wäsche waschen oder so, frage ich manchmal meinen Mann, ob er kurz mal übernehmen kann. Ich gehe dann "geradeaus-nähen". Dass hab ich so getauft, als ich mal sehr viele Schnullerbänder in Folge genäht habe. Ich setze mich für 10 Minuten an meine Maschine und nähe etwas ganz Einfaches, fasse einen Saum ein oder so was. Das Surren der Maschine, das Fokussieren auf nur einen Punkt bringt mich sofort in Balance. Einer der Gründe, warum ich Nähen so sehr liebe.


Ich bin ziemlich strukturiert. Ich mag es ordentlich. Zumindest oberflächlich. Unter dieser Oberfläche brodelt das totale Chaos. Ich habe ein Kiste mit Schnittmustern. Die fliegen da alle unsortiert rum. Ich habe eine Ordnerstruktur auf meinem Computer angelegt. Die nutze ich auch. Nur dazwischen habe ich so viele Links und Bilder und Dokumente abgelegt, die in die Struktur nicht reinpassen, dass ich nur über die Suchmaske des Computers finden kann, was ich gerade brauche. Ich habe vor daran zu arbeiten! Echt wahr. Das wird aber ganz schön viel Zeit in Anspruch nehmen. Und die Zeit könnte ich doch viel besser nutzen, indem ich ein paar Blogs lese - oder nicht?


Ich hab eigentlich graue Haare. Und ich bin Jahrgang 1980 - zum aktuellen Zeitpunkt also 35 Jahre alt jung. Das erste graue Haar habe ich mir mit 16 rausgerissen. Wenn man eins rausreißt, kommen 7 zur Beerdigung... Inzwischen dürften so 75% meiner Haare grau sein. Schätze ich. Da ich alle 3 Wochen nachfärbe, kann man das nicht so genau sagen. Allerdings denke ich zunehmend häufiger darüber nach, mit dem doofen Gefärbe aufzuhören. Sähe sicher auch spannend aus. Was mich abhält? Mein Liebster. Nicht, dass der da ein Veto eingelegt hätte. Nein, er ist aber 12 Jahre älter als ich und hat etwa 3% Grauanteil im Haar. Das könnte in der Kombi etwas schräg aussehen - fürchte ich.


Ich war immer umgeben von Menschen, die ganz viele Nahrungsmittel nicht mögen. Sachen wie Pilze, Salatgurken, Fisch, Tomaten, Grünkohl - also echt ganz leckeren Sachen, wie ich finde! Ich versuche mir all diese Essens-Ticks zu merken, damit ich, im Fall einer Essenseinladung, nicht versehentlich etwas koche, was nur ungern oder gar nicht gegessen wird. Ich hingegen war immer ziemlich stolz darauf, dass ich so unkompliziert bin in Essens-Angelegenheiten. Ich traue mich nicht an Kutteln ran und ich bin nach mehrfachem Versuchen zum Ergebnis gekommen, dass ich Gorgonzola einfach nicht mag. Und das war`s auch schon. Find ich ok. Z8iemlich wenig und leicht zu merken! Aber Hochmut kommt ja bekanntlich vor dem Fall und deshalb hat mein Körper eine ausgewachsene Laktose-Intoleranz entwickelt, die auch durch die Einnahme von Laktase-Tabletten nicht ansatzweise in Zaum gehalten werden kann. Und schon ist man der komplizierteste Gast der Welt. Na toll! Seit neustem reagiert mein Magen sogar allergisch auf laktose-befreite Milchprodukte. Seit drei Wochen gibt es also Kaffee mit Mandelmilch ;-(

Das ist aber immerhin nur halb-schlimm, denn ich trinke aktuell kaum Kaffee. (Wie bitte??? Hat sie nicht gerade bei Fakt Nummer 1 behauptet, es seinen 6-8 Tassen?) Doch schon. Für meine Enthaltsamkeit gibt es aber einen triftigen, höchst erfreulichen Grund. Ich bin in 5. Monat schwanger und werde, wenn alles so läuft, wie wir uns das wünschen Ende März ein Baby bekommen. Wir freuen uns alle wie verrückt, sind aufgeregt, was diese Veränderung mit unserer kleinen Familie anstellen wird und auf den kleinen Menschen, der dann Teil unseres Lebens sein wird.


Das ist auch der Grund dafür, dass es in den letzten Wochen hier so ruhig war. Die Schwangerschaft treibt Schabernack mit meinem Immunsystem und ich musste eine ganze Weile das Bett hüten. Jetzt hab ich aber wieder Oberwasser und tue ALLES, damit das auch so bleibt. Ich bin also voll der Hoffnung, dass es hier wieder regelmäßiger was zu Lesen und Gucken gibt.
Und ich danke Euch für`s Vorbei-Schauen - heute und in der Vergangenheit. Ich freue mich über jeden von Euch und jeden Kommentar. Danke!

Bis bald
Eure Anna


Nachtrag: Da ich meine große Freude über den ersten Blogpost nach 4 Wochen Zwangspause teilen muss - und natürlich auch die Sache mit dem Baby (!!!), kann ich nicht anders als diesen Blogpost mit Vanessas MMI zu verlinken! Denn mittwochs mag ich was über mich selbst erzählen.

Nachtrag II: Der One Lovely Blog Award und seine Regeln:
1. Bedanke dich bei der Person, die dich nominiert hat und verlinke diese
2. Blogge die Regeln und zeige den Award
3. Veröffentliche sieben Fakten über dich
4. Nominiere fünfzehn Blogger und teile Ihnen deine Nominierung mit
1.-3. habe ich mit großer Freude erledigt. 4. bereitet mir Magengrummeln, denn wie ich eingangs erwähnte, bin ich kein großer Freund von Kettenbriefen. Nichts desto trotz, habe ich einige liebe Blogger-KollegInnen kontaktiert und freundlich angefragt, ob sie Lust haben, das Stöckchen anzunehmen.

Montag, 12. Oktober 2015

12 von 12 l im Oktober

Ist das zu fassen. Schon Herbst! Und so schön. Ok, ganz schön kalt da draußen, aber Sonne satt. So lass ich mir das gefallen. Trotzdem - in manchen Momenten an diesem Tag hab ich mich durchaus wieder hierhin zurück gewünscht:

Bin dann aber doch aufgestanden. Kaffee. Zurück ins Bett, Laptop auf und erst mal den Pflichten als Elternsprecherin nachkommen. Da kommt das Kind aus dem Wohnzimmer zurück. Der hat sich Stift und Papier geschnappt und mir einen Apfelbaum gemalt. Ich bin ziemlich gerührt.

Als Belohnung bekommt er Frühstücks-Waffelherzen mit Kirschen (zwar von gestern, aber er ist zufrieden).

Im Bad bewundere ich, kurz bevor ich unter die Dusche springe, die wunderschöne Bohnenzucht meiner Männer.

Dann mach ich mir auch ein kleines Frühstück. Müsli-Morgen. Zumindest theoretisch.

Praktisch muss die Krankenkasse angerufen werden (Warteschleifenmusik viel zu laut für meine Verschnupfte Rübe!!!), ein HNO-Termin ausgemacht und der Befund des letzten Augenarzt-Besuchs des Zwergleins (100% Sehvermögen - unfassbar bei 2 Blindschleichen als Eltern) an die Kinderärztin weiter geleitet werden. In der Zeit schaffe ich etwa 5 Löffel Müsli. Dann bin ich spät dran und düse so schnell ich kann zur Orthopädin. Die stellt den Rekord im schnell Sprechen auf und ich bin nach 15 Minuten wieder draußen.

Sonnenschein! Hachtz.
Da ich mein Müsli nicht aufgegessen habe, gehe ich jetzt hungrig einkaufen. Clever. Wirklich clever. Ich stolpere über einen Korb mit Mikrowellen-Kürbissen. Ich bin hungrig und mein hungriges Ich findet die Vorstellung von Kürbis, den ich in 10 Minuten garen kann überaus verführerisch. Gekauft.

Zuhause mümmele ich mein Müsli auf und mach mich ans Kürbis-aushöhlen. Dabei stelle ich fest, dass der doofe Kürbis eine schimmelige Druckstelle hat. Ich könnte mich jetzt aufregen... statt dessen wärme ich die restlichen Waffeln auf und mach mir nen Kaffee.

Die volle Kaffee-Tasse fällt mir aus der Hand und schlägt auf dem Fußboden neben dem Bett auf und dabei bricht der Henkel ab. Ich könnte mich jetzt aufregen... statt dessen wische ich den ganzen Mist auf, mache ein Foto von der kaputten Tasse für Euch und setze Nudelwasser auf. Ich bin ganz offensichtlich immer noch stark unterzuckert!

Ein Teller Nudeln später - ja, es sieht fragwürdig aus, ich weiß - ich glaube aber, es hat geschmeckt - genau kann ich es leider nicht sagen - ich war zu unterzuckert! - ging es mir schon besser. Also zurück an den Computer. Mail wollen beantwortet werden. Orga-Quatsch am Montag eben.

Geht alles recht zäh von der Hand heute! Ich hab nicht wirklich das Gefühl was geschafft zu haben, aber hilft nix. Ich muss los. Den Zwerg aus der Kita abholen.
Auf dem Weg zur Kita erklärt mir der Liebste, dass die liebevoll von der Oma gestrickten Handschuhe zu kalt für den Fahrtwind auf dem Fahrrad sind und der Zwerg morgens gejammert hätte. Ok, dann gehen wir jetzt Handschuhe kaufen. Dachte ich mir naiv.
Gefunden hab ich: ein Paar Hausschuhe (zurückgelegt für morgen - der Laden war übervoll - ich musste da raus) und im 5. Laden ein Paar Winterstiefeletten (zurückgelegt - ich hatte keinen Bock mehr) - wir waren in zwölfunddrölfzig Geschäften und da waren nur Mist-Handschuhe! Ohne Quatsch!
Als wir nach Hause gehen ist es schon dunkel.




Aber dank Ina muss mein Kind morgen nicht erfrieren. Ich hab in einer 15 Minutenaktion ein Paar ausgesprochen langweilig aussehende (das ist meine Schuld, nicht die von Ina!!!) Fäustlinge nach ihrem Schnittmuster genäht. Auf Wunsch des Zwergs aber ohne Futter - weshalb ich ja glaube, dass ich das Bündchen morgen noch mal abmachen muss um noch ne Lage Jersey hinzuzufügen. Aber egal. Ein Mini-Erfolgserlebnis an einem - - Tag.


Ne, das hier wird nicht mein Lieblings-12. in 2015. Aber das ist immer noch Jammern auf sehr hohem Niveau. Denn ich hab ihn zu einem großen Teil mit meinen 2 Jungs verbracht - und die lieben mich - haben sie gesagt. :-) Ich Glückspilz!
Der Kleine schläft jetzt endlich. Der Große wartet auf mich und daddelt wahrscheinlich im Internet rum. Ich bin mit meinem Tagwerk für heute auch durch und sage: Danke Caro für`s Sammeln - und Happy Birthday! Danke Ina für das rettende Schnittmuster. Danke Euch für`s Vorbeischauen.
Macht`s Euch schön.

Alles Liebe
Anna

Mittwoch, 7. Oktober 2015

Meine neue Lieblings-Apfeltarte

Obstkuchen find ich super. Gerade könnte ich mich fast ausschließlich von Zwetschgen-Tarte ernähren. Aber da abwechslungsreiche Ernährung im Verdacht steht, gesundheits-zuträglich zu sein und ich so viele Äpfel vom Schleswig-Besuch am Wochenende übrig hatte, hab ich mich für Apfelkuchen entschieden.

Ich wollte viele Äpfel auf dem Kuchen. Ich wollte sie nicht in 2 mm dünne Scheibchen schneiden müssen, wie bei diesem wirklich sehr leckeren Exemplar hier. Ich wollte mehr Apfel als Teig.
Ich habe ein wenig im Netz gestöbert aber nichts gefunden, was ich unbedingt machen wollte.
Dann hab ich selbst nachgedacht (!).

Herausgekommen ist dieses äußerst schmackhafte Exemplar von Kuchen


Für meine Eigenkreation braucht man:

Für den Teig:
250 g Mehl
125 g Butter
65 g Zucker
gemahlene Vanille (oder Vanillezucker)
Salz
1 Ei

Für den Belag:
4-6 saure Äpfel (je nach Größe)
1/2 Zitrone
2 Eier
4 EL Zucker
gemahlene Vanille (oder Vanillezucker)
8 EL Sahne
2 TL Mehl
Zimt-Zucker

Und so geht`s:

Den Backofen auf 180° Grad vorheizen. Aus Mehl, Butter, Zucker, einer Prise Salz, etwas gemahlener Vanille und 1 Ei einen Teig kneten. Eine Backform mit Backpapier auslegen und den Teig darin ausrollen oder mit den Händen flachdrücken - dabei soll ein etwa 2 cm hoher Rand entstehen. Mit der Gabel einstechen und in den Kühlschrank stellen. 
4-6 saure Äpfel (je nach Größe) schälen, entkernen und in Spalten schneiden. Den Saft einer halben Zitrone darüber gießen.
Als nächstes die 2 Eier mit 4 El Zucker und etwas gemahlener Vanille schaumig rühren. 2 TL Mehl mit 8 EL Sahne verrühren. Die Sahne-Mehl-Mischung zur Eier-Zucker-Mischung geben und verrühren.
Die Apfelspalten auf dem Teig verteilen, die Eier-Sahne-Mischung darüber gießen und anschließend das Ganze mit Zimt-Zucker bestreuen. 
Die Tarte für etwa 40 Minuten backen. Nach dem Backen noch 10 Minuten in der Form belassen und erst dann auf einem Kuchenrost abkühlen lassen.

Ich zieh jetzt los und bringe meine Tarte zum Kürbisfest in die Zwergenkita. Denn mittwochs mag ich Apfel-Tarte und Zwergenfeste.
Euch wünsch ich einen fabelhaften Tag.

Alles Liebe
Eure Anna

Dienstag, 29. September 2015

Das Geburtstags-Shirt zum 4. Geburtstag

Mein kleiner Schatz, gestern wurdest Du 4 Jahre alt. Du bist jetzt wirklich schon ziemlich groß. Du baust Lego nach Anleitung, spielst leidenschaftlich gern mit Playmobil, sammelst "Stöcker" und Kastanien. Du hast Freunde mit denen Du rumtobst und Quatsch machst und wirklich ziemlich tolle Sachen baust. Du bist so widerborstig. Und so lieb. Ich finde Dich einfach toll. 
Ich hab mich wie verrückt gefreut, als Dir einfiel, dass Du ja zum Geburtstag ein Shirt bekommen wirst. Ich hatte ziemlich Respekt vor Deiner Bestellung: Ritter und Drache. Ich fühle mich doll geschmeichelt, dass Du meine selbstgenähten Sachen so gern magst. Aber vielleicht wahrscheinlich kannst Du spüren, wie viel Liebe in jedem einzelnen Teil steckt. Denn so ist es.
Ich erinnere mich, wie ich an meiner (damals noch recht neuen) Nähmaschine saß und eine Krabbeldecke für Dich nähte. Damals dachte ich, dass die Decke und die anderen Dinge, die ich für Dich genäht habe, Dir leise "Ich liebe Dich" zuflüstern. Und wenn ich eines Tages nicht mehr bin und Du schon groß bist und ein Fotoalbum in die Hand nimmst (ja, genau das Fotoalbum, dass ich immer noch nicht angefangen habe - Asche auf mein Haupt), dann wirst Du auf den Fotos all diese liebevoll genähten Sachen sehen und ganz deutlich spüren können, dass Deine Mama Dich unglaublich geliebt hat.

Deshalb setze ich mich hin und verbringe mehrere Stunden damit, Applikationsvorlagen zu erstellen, Vliesofix auf Stoffe zu bügeln, und Lage um Lage auf ein T-Shirt aufzubringen. Am Ende ist es ein einziges Shirt, dass Dir ein knappes Jahr passt. Vier davon gibt es nun schon. Mein großer Junge.
Danke, dass Du da bist. Danke, dass Du mich so forderst und mir so oft ein Lachen auf die Lippen zauberst. Ich bin so gern Deine Mama.

Voller Stolz schicke ich Dein Geburtstags-Shirt zum Creadienstag und zur Appli-Sammlung. Hat Spaß gemacht den kleinen Ritter und den kleinen Drachen zu nähen. Danke für den kreativen Anstoß!

Danke Euch für`s Vorbei-Schauen. Mein Mutter-Herz lief heute ein wenig über. Seht`s mir nach.
Alles Liebe

Eure Anna